7 Amüsante Fakten über Irland

In der folgenden Übersicht erfahren Sie sieben Kuriositäten über Irland. Wie viele Kuriositäten kennen Sie?

Kuriosität 1: Es gibt Zeit – und es gibt die irische Zeit.

Finden Sie, dass die Uhren in Irland langsamer ticken? Früher haben sie das tatsächlich getan. Bis zum Jahr 1916 bestimmte der Statutes (Definition of Time) Act 1880 die Dublin Mean Time als offizielle Zeit in Irland. Diese Zeit wurde am Dunsink Observatory außerhalb von Dublin gemessen und lag 25 Minuten und 21 Sekunden hinter der Greenwich Mean Time (GMT).

Wenn wir also sagen, dass wir die Dinge hier in Irland gerne in unserem eigenen Tempo angehen, dann meinen wir das wörtlich!

Kuriosität 2: Der See, der verschwindet

Loughareema ist zweifellos ein sehr merkwürdiger See. Er liegt in der mit Heidekraut bewachsenen Hügellandschaft außerhalb der Stadt Ballycastle in der Grafschaft Antrim. Erzählungen rund um den See reichen zurück bis ins Jahr 1898 und handeln von Phantomkutschen und dem ruhelosen Geist eines Colonels. Das Verrückteste ist jedoch die Tatsache, dass der See TATSÄCHLICH kommt und geht, wie es ihm passt.

Was für uns wie Magie aussieht, ist in Wahrheit ein geologisches Phänomen, bei dem sich ein verborgenes „Abflussloch“ im Boden bei starken Regenfällen mit Torf verstopft und sich das Wasser daraufhin zu einem See ansammelt. Jetzt wissen Sie Bescheid.

Kuriosität 3: Der heilige Patrick von Irland und seine Schlangen

Die Legende um St. Patrick ist weithin bekannt: Der ehemalige Sklave wurde zum Heiligen, nachdem er auf dem Berg Slemish in der Grafschaft Antrim seine Verbindung zu Gott fand. Anschließend vertrieb St. Patrick die Schlangen aus Irland. So lautet jedenfalls die Überlieferung.

Wissenschaftlern zufolge war es aber kein göttliches Eingreifen, sondern die Eiszeit, die die Insel von den wechselwarmen Schlangen befreite. Aller Wahrscheinlichkeit nach sind die Schlangen jedoch nur eine Metapher für das Heidentum mit seinen Ritualen und Überzeugungen, das St. Patrick aus Irland verdrängt hat. Um St. Patrick ranken sich in Irland jede Menge Legenden. In Clonmel in der Grafschaft Tipperary können Sie die St. Patrick’s Well besichtigen. Die mit Wasser gefüllte Quelle friert angeblich NIE zu! Aber das ist wieder eine andere Geschichte …

Kuriosität 4: Die „Magic Road“

Aufgepasst, es geht bergauf! In Irland gibt es nicht nur abgelegene Straßen, sondern sogar Zauberstraßen, die sogenannten „Magic Roads“. Bei diesem ungewöhnlichen Phänomen rollt das Auto von alleine rückwärts den Berg hinauf. Zwei dieser „Zauberstraßen“ befinden sich in den Comeragh Mountains in der Grafschaft Waterford und auf der Cooley-Halbinsel in der Grafschaft Louth.

Doch was geht hier vor sich? Manche Menschen sagen, das Phänomen hat mit dem Erdmagnetfeld zu tun, andere halten es für eine optische Täuschung. Und natürlich gibt es auch jene, die es der Kraft der Feen zuschreiben. Der Schauspieler Andrew McCarthy wollte herausfinden, was auf der „MagicRoad“ wirklich vor sich geht und sah sich die Sache vor Ort an.

Kuriosität 5: Fairy Forts (Feenburgen)

Banshees, Kobolde (die sogenannten Leprechauns) und Vampire gehören zu den bekannten Charakteren der irischen Mythologie. Doch es sind vor allem Feen, die die irische Landschaft geprägt haben.

Fairy Forts, wie etwa in Dooneva in der Grafschaft Clare, sind kreisrunde Erdwerke, auch Ráth genannt, die der Überlieferung zufolge mit dem Zauber von Druiden erfüllt sind. Und wehe dem, der Hand an sie legen will! Der Legende zufolge erkrankte der Leiter einer Gruppe von Arbeitern, die Erdarbeiten am Ráth in Dooneeva durchführen wollten, und verstarb. Seine weise Frau erweckte ihn aber auf magische Weise wieder zum Leben.

Spoilerwarnung: In Wahrheit handelt es sich bei den Hügeln um Überreste alter Behausungen aus der späten Eisenzeit, die weniger mit Flügelwesen, sondern mehr mit der Zivilisation der Antike zu tun haben! Aber was war dem Mann in Dooneeva denn nun widerfahren? Wer weiß, vielleicht eine schlimme „Männergrippe“?

Kuriosität 6: Guinness-Bläschen

Das Guinness ist etwas ganz Besonderes – und zwar in vielerlei Hinsicht. Das beliebte schwarze Stout wird seit dem Jahr 1759 in Dublin gebraut. Für ein perfektes Pint sollte das Guinness für ganze 199,50 Sekunden eingeschenkt werden.

Das Bemerkenswerteste am Guinness ist aber vielleicht die Tatsache, dass seine Bläschen nicht aufsteigen, sondern absinken. Grund für dieses Phänomen ist die Form des Guinness-Glases: In der Mitte des Glases steigen die Gasbläschen nach oben, an den Glaswänden hingegen sorgt die Strömung dafür, dass die Flüssigkeit nach unten absinkt. Am besten lassen Sie diese Informationen einfach mal sinken …

Kuriosität 7: Die irische Guillotine

Obwohl die Guillotine weltweit eher als ein, naja, „Werkzeug“ unserer gallischen Nachbarn bekannt ist, war sie in Irland schon lange vor der Französischen Revolution bekannt.

Im Jahr 1307 kam das berüchtigte Enthauptungsgerät bei der Hinrichtung eines gewissen Murcod Ballagh in der Nähe von Merton in der Grafschaft Galway zum Einsatz – und damit mehr als 500 Jahre vor der Guillotine in Frankreich. Die Enthauptung wurde im Jahr 1577 in einem Holzschnitt (einem antiken Druckverfahren) verewigt, der eines der frühesten Beispiele einer Guillotine

Advertisements

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s