Die keltische Küste

Reisen Sie zu friedlichen Klostern, Wikingerstädten und zur Geschichte der Titanic.

BERÜHMTE ATTRAKTIONEN: Glendalough | Hook Head | Waterford City | Cobh

GRAFSCHAFTEN: Wicklow | Wexford | Waterford | East Cork

Nur wenige Küsten haben so viele Schiffe ankommen und abfahren sehen wie diese.

Diese Klippen, Häfen und Strände wurden von Wikingern belagert, von berühmten Schiffen angesteuert und haben Rückkehrer in Empfang genommen.

Auch im Landesinneren finden Sie faszinierende Geschichte in abgelegenen Klöstern, beeindruckenden Burgen und einigen der schönsten Gärten der Welt.

<span id="glendalough">Glendalough</span>
Glendalough

Der Wicklow Mountains National Park ist unglaublich vielseitig: von wilden Bächen über violette Berge bis zu Moorlandschaften, steinernen Brücken und grünen Tälern. In einem dieser Täler – Glendalough (Tal der zwei Seen) – suchte der Mönch St. Kevin im 6. Jahrhundert Abgeschiedenheit und Frieden.

…eine der schönsten Ecken des ganzen Landes…

LONELY PLANET ÜBER GLENDALOUGH

Ab 540 n. Chr. strömten wissbegierige Schüler zu Kevin’s Rückzugsort. Schon bald bestand die Siedlung aus einer Kathedrale, sechs Kirchen und einem Rundturm und war eine der bedeutendsten Klosteranlagen Europas. Obwohl der Ort von den Wikingern ausgeplündert wurde und 1398 an die Normannen fiel sind hier immer noch umfangreiche Ruinen zu bestaunen. Packen Sie auf jeden Fall gute Wanderschuhe ein, denn der Weg um Glendaloughs Twin Lakes gehört zu den schönsten in Irlands historischem Osten.

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<span id="hook-head">Hook Head</span>
Hook Head

Der stolz auf der äußersten Spitze der Hook-Halbinsel aufragende Leuchtturm ist der älteste, in Betrieb befindliche Leuchtturm der Welt. Mönche waren die ersten, die sich vor 800 Jahren hier um das Leuchtfeuer kümmerten. Der Leuchtturm wurde vom Earl of Pembroke als Warnung für Seeleute errichtet. Das Meer an dieser Stelle forderte so viele Menschenleben, dass es als „Friedhof der tausend Schiffe“ bekannt wurde.

Es wird vermutet, dass das Sprichwort „By hook or by crook“ (was soviel bedeutet wie „mit allen notwendigen Mitteln“) dem mittelalterlichen Hook Head Lighthouse zu verdanken ist.

Im 17. Jahrhundert mussten die Mönche fliehen. Die Einheimischen aber blieben. Diese wiederum lebten mit ihren Familien im Kalksteinturm. Erklimmen Sie die 115 gewundenen Stufen, vorbei an gewölbten Räumen und einer Kapelle und Sie werden mit einer wunderschönen Aussicht über das Meer belohnt. Mit etwas Glück erspähen Sie sogar einen Wal oder den ein oder anderen Delfin.

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<span id="waterford-city">Waterford City</span>
Waterford City

Wie konnten die „Cloth of Gold“-Gewänder von Waterford überleben? Die exquisiten Stoffe aus italienischer Seide mit belgischen Stickereien zählen zu den größten Schätzen des mittelalterlichen Europas. Aber wie überstanden sie die grausamen Kriege im Namen des Glaubens im 17. Jahrhundert? Die Antwort ist einfach: Sie wurden unter der Stadt Waterford begraben. 123 Jahre später wurden sie wieder ausgegraben und hängen heute im Medieval Museum von Waterford.

Dies ist ein ausgezeichnetes Beispiel für ein modernes Museum. Das Highlight ist meiner Meinung nach der Weinkeller des Bürgermeisters.

MAGPIE15 TRIPADVISOR, WATERFORD TREASURES MEDIEVAL MUSEUM

Das von den Wikingern im späten 9. Jahrhundert gegründete Waterford ist eine der ältesten Städte Irlands. Die drei Museen im Viking Triangle der Stadt, die als Waterford Treasures bekannt sind, stellen Ihnen die faszinierende Geschichte des Ortes vor. Beginnen Sie mit den Wikingern in der Steinfestung Reginald’s Tower, bevor Sie im Medieval Museum die mittelalterliche Geschichte erkunden und schließlich im Bishop’s Palace die Pracht vergangener Tage entdecken.

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<span id="cobh">Cobh</span>
Cobh

Das hübsche Hafenstädtchen Cobh ist untrennbar mit dem Meer verbunden. Wandeln Sie wie einst die Emigranten und Sträflinge, die von hier aus in ein neues Leben aufbrachen, durch die steilen Gassen des Ortes. Berühmte Schiffe wie die RMS Titanic und RMS Lusitania – Legenden der Seefahrtsgeschichte – hinterließen hier ebenfalls einen bleibenden Eindruck.

…ein charmantes Städtchen auf einem Hügel vor einer glitzernden Flussmündung, mit bunten Häuschen und einer prächtigen Kathedrale.

LONELY PLANET ÜBER COBH

Stellen Sie sich neben die Statue von Annie Moore und Sie werden sich dem Schicksal dieses 17jährigen irischen Mädchens nicht entziehen können. Moore war der erste Einwanderer, der im Immigrationszentrum von Ellis Island registriert wurde. Gemeinsam mit zwei jüngeren Brüdern kam sie nach einer zwölftägigen Überfahrt in den schockierenden Bedingungen des Unterdecks in New York an. Die Geschichte von Moore und vielen anderen wird im Cobh Heritage Centre erzählt.

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Festivals
Festivals

Fakt: Irlands historischer Osten definiert sich über seine Geschichte – 5.000 Jahre davon. Und in dieser historischen Region versteht man es, Feste zu feiern. In allen Grafschaften von Irlands historischem Osten werden bei zahllosen Festivals Kunst, Oper, Comedy, Essen, Musik und vieles mehr zelebriert.

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Irlands historischer Osten: 4-tägige Reiseroute entlang der keltischen Küste

Von den herrschaftlichen Anwesen Wicklows reisen Sie an der Küste entlang direkt in die Vergangenheit und erkunden Irlands Wikingergeschichte und frühchristliche Stätten.

Die Täler und Gipfel der Grafschaft Wicklow gehen langsam in sanfte Hügel über. Schließlich erreichen Sie die einsamen Strände und zerklüfteten Küsten der Grafschaften Wexford und Cork. Von den beeindruckenden Herrenhäusern der Elite des 18. Jahrhunderts reisen wir zu uralten frühchristlichen Stätten, vorbei an den Ruinen von Abteien, menschenleeren Landzungen und wunderschön gepflegten Gartenanlagen.

Eine Karte der keltischen Küste im PDF-Format steht hier zum Download bereit.

Diese Reiseroute dient als Orientierungshilfe. Sie können die Route Ihren Vorlieben entsprechend anpassen. Wenn Sie einen Vorschlag für eine weitere Reiseroute haben, würden wir uns freuen, von Ihnen zu hören.

Tag 1

Von Kilruddery House, Grafschaft Wicklow, zum Wicklow Gaol, Grafschaft Wicklow: 113 km (2 Stunden und 15 Minuten bei 50 km/h)

Von Kilruddery House nach Russborough House

Unser erster Zwischenstopp kommt Ihnen vielleicht bekannt vor: Kilruddery House hatte bereits Auftritte in Die Asche meiner Mutter, Die Tudors und Mein linker Fuß. Das Haus wurde in den 1820er-Jahren bewusst im elisabethanischen Stil erbaut. Die Gartenanlage hingegen wurden im Stil des 17. Jahrhunderts entworfen und ist die ältesten in Irland, die in ihrer ursprünglichen Form erhalten ist. Kristallklare Seen, Waldwege und klassische Blumen wie Lavendel und Rosen erwecken die Vergangenheit zum Leben.

Das hübsche Dorf Enniskerry wurde eigens für das nahe gelegene Herrenhaus Powerscourt erbaut. Kehren Sie auf Tee und Scones in Poppies Café ein, schlendern Sie durch das als Dreieck angelegte Dorf und bestaunen Sie die hübschen Cottages und den Uhrenturm.

Haben Sie sich jemals gefragt, was man mit Ehrgeiz und jeder Menge Geld aus 19 Hektar Land machen kann? Blicken Sie von der obersten Ebene des Terrassengartens von Powerscourt House and Gardens auf Lake Triton hinab und Sie haben die Antwort. Mit den Wicklow Mountains als natürlicher Kulisse beeindruckt dieses wunderschön gepflegte Anwesen mit den geflügelten Pferden, Springbrunnen, seltenen Bäumen und einer von Versailles inspirierten romantischen Grotte.

Vom spektakulären Powerscourt geht es weiter in Richtung Russborough House. Dieses bezaubernde Herrenhaus liegt im Herzen der beeindruckenden Landschaft der Grafschaft Wicklow. Die wunderschöne Fassade im palladianischen Stil ist 210 Meter lang und damit die längste ihrer Art in ganz Irland. Das 1755 fertiggestellte Haus beherbergt die beeindruckende Kunstsammlung von Sir Alfred und Lady Beit, die Werke von Vermeer und Gainsborough umfasst. Leider ist diese Tatsache auch Kunstdieben bekannt und so wurde hier schon mehrfach eingebrochen. Zum Glück wurden die gestohlenen Bilder wiedergefunden und sind jetzt fast alle wieder zu sehen.

Powerscourt House

Powerscourt House and Gardens wurden über die Jahrhunderte mehrfach umgebaut und saniert. Bereits im 13. Jahrhundert wurde hier das erste Haus errichtet. 1974 fiel das Haus einem schrecklichen Feuer zum Opfer. 20 Jahre lang blieb nur eine geisterhafte und verkohlte Hülle zurück. Heute aber erstrahlt es wieder in altem Glanz und beherbergt verschiedene exklusive Geschäfte und ein zauberhaftes Café.

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Von Russborough House zum Wicklow Gaol

Wir lassen die Eleganz von Russborough hinter uns und fahren in das üppig-grüne Tal Glendalough. Hier finden Sie Bauten, die von Mönchen im Mittelalter errichtet wurden. Der Heilige Kevin gründete die Siedlung im 6. Jahrhundert. Später wurde der Ort zu einer Wallfahrtstätte. Viele der am besten erhaltenen Gebäude stammen aus dem 11. und 12. Jahrhundert und befinden sich am Ufer des Sees, doch wenn Sie tiefer in das Tal hineinwandern, werden Sie auf weitere Ruinen stoßen.

Glendalough, Grafschaft Wicklow

Von Heiligen zu Sündern: nächster Halt ist das Wicklow Gaol. Zwischen 1702 und 1924 wurden in diesem Gefängnis die „Schurken“ der Region eingesperrt. Hier lässt sich die Sozialgeschichte Irlands nachverfolgen und entdecken, wie gewöhnliche Menschen einst ihre Gegenwart erlebten. Die Realität längst vergangener Zeiten – von Hungersnot und Rebellion über medizinische Versorgung und Fortbewegung bis zu Unabhängigkeitskampf und Bestrafung – wird in einer faszinierenden Ausstellung zum Leben erweckt.

Tag 2

Vom Wicklow Gaol, Grafschaft Wicklow, zur Dunbrody Abbey, Grafschaft Wexford: 164 km (3 Stunden und 15 Minuten bei 50 km/h)

Vom Wicklow Gaol zur Tintern Abbey

Machen Sie sich nach dem Frühstück auf ins 63 km entfernte Wells House in Wexford. Ein Abstecher in die historische Stadt Ferns lohnt sich unterwegs aber auf jeden Fall, auch wenn dies einen Umweg von ca. 15 km bedeutet. Besichtigen Sie hier das Schloss der Stadt aus dem 13. Jahrhundert, das Priorat aus dem 12. Jahrhundert, die St. Peter’s Church und mehrere Hochkreuze. Bei Ausgrabungen wurden in der Stadt auch Artefakte aus der Bronze- und Eisenzeit, der Jungsteinzeit und aus der Zeit der Normannen gefunden. Von hier sind es nur 18 Minuten – und 1.000 Jahre – bis Wells House and Gardens. Das Haus ist ein bunter viktorianischer Blumenstrauß aus Aktivitäten und Unternehmungen – von Vorführungen im Bogenschießen und der Falknerei über Kunst und Kunsthandwerk aus der Region bis zu einem Abenteuerspielplatz. Die Gärten wurden zu ihrer ursprünglichen Pracht von 1830 restauriert.

Unser nächstes Ziel ist Tintern Abbey. Wenn Sie sich jedoch für frühchristliche Geschichte interessieren, dann folgen Sie der Küste weiter bis zur Our Lady’s Island. Diese Halbinsel ist schon seit dem 600 n. Chr. ein Wallfahrtsort. Hier finden Sie eine Burg, einen schiefen Turm, Kirchenruinen und einen Friedhof. Auch die Zisterzienserkirche Tintern Abbey auf der Hook-Halbinsel hat schon einige Jahre auf dem Buckel. Sie wurde um 1200 errichtet. Die Ruinen von Kirchenschiff, Chor, Turm, Kapelle und Kreuzgang sind noch immer zu sehen. Das Anwesen war bis in die 1960er-Jahre hinein das Zuhause der Adelsfamilie Colclough.

Hook Lighthouse

Das Hook Lighthouse führt schon seit 800 Jahren Schiffe sicher in den Hafen von Waterford. Der Leuchtturm wurde einst von Mönchen errichtet, die sich über fünf Jahrhunderte hinweg auch um das Leuchtfeuer kümmerten. Letztlich jedoch wurde ein Leuchtturmwärter bestimmt und das Feuer der Mönche durch ein zunächst mit Kohle, dann Walöl, Gas, Paraffin und heute mit Strom erzeugtes Licht abgelöst.

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Von der Tintern Abbey zur Dunbrody Abbey

Auf der Hook-Halbinsel wartet nun der älteste in Betrieb befindliche Leuchtturm der Welt. Auf dem Weg dorthin lohnt sich aber auf jeden Fall ein Abstecher zur Loftus Hall. Das Haus wurde nach einem englischen Plantagenbesitzer benannt, der es Mitte des 17. Jahrhunderts kaufte. Man erzählt sich, dass es vom Teufel heimgesucht wird und dass ihm einst eine junge Frau verfiel, die anschließend verrückt geworden sei. Nach dieser traurigen Geschichte wird Ihnen ein Spaziergang zum Leuchtturm an der frischen Luft gut tun.

Dunbrody Abbey, Grafschaft Wexford

Aus bestimmten Blickwinkeln scheint Dunbrody Abbey noch intakt zu sein. Tatsächlich ist das 1170 gegründete Zisterzienserkloster aber nur eine Ruine. Im Jahr 1355 stand das Kloster im Zentrum eines Skandals: Der Abt und zwei seiner Mönche wurden beschuldigt, den Mönchen von Tintern Pferde gestohlen zu haben. Schauen Sie sich in aller Ruhe um: dies ist der letzte Stopp des Tages. Oder Sie nutzen die Zeit, um Ihre Kochkünste zu verfeinern – in der Dunbrody Cookery School.

Tag 3

Von Dunbrody Abbey, Grafschaft Wexford, nach Ardmore, Grafschaft Waterford: 150 km (3 Stunden bei 50km/h)

Von Dunbrody Abbey nach Waterford City

Nördlich von Dunbrody Abbey ist das Kennedy Homestead unbedingt einen Besuch wert. Der Großvater von Präsident John F. Kennedy wurde hier geboren, und im Haus gibt es eine Ahnentafel im Gedenken an seine illustren Nachfahren. Im nahen JFK-Arboretum finden Sie auf 252 Hektar 4.500 verschiedenen Baum- und Straucharten – und einen wunderschönen Ort für Spaziergänge.

Das Dunbrody Famine Ship, Grafschaft Waterford

Weitere zehn Minuten Autofahrt gen Norden wartet das Dunbrody Famine Ship. Dieser Nachbau von einem der Schiffe, die zur Zeit der Hungernot die Verzweifelten in ein neues Leben nach Amerika brachten, bietet ein eindrückliches Erlebnis. Die Große Hungersnot zwischen 1845 und 1852 war ein prägender Abschnitt in der Geschichte Irlands. Millionen von Menschen starben und ebenso viele verließen das Land. Diese schreckliche Zeit wird anhand von interessanten Ausstellungsstücken und mit Schauspielern nacherzählt.

Unweit von Dunbrody gelangen Sie in die freundliche Wikingerstadt Waterford. Im Reginald’s Tower erfahren Sie mehr über die plündernden Nordmänner. Ein weiterer Höhepunkt in der Stadt ist Waterford Crystal. Erfahren Sie bei einer geführten Tour, wie das weltberühmte Kristall hergestellt wird und erstehen Sie ein großartiges Souvenir. Führungen müssen telefonisch gebucht werden.

Reginald’s Tower und Wikingerschätze in Waterford

Als einer von sechs Türmen, die heute immer noch über Waterford wachen, wird Reginald’s Tower seit 800 Jahren ununterbrochen genutzt. Der zuvor schon als Münzanstalt, Palast und Gefängnis genutzte Turm beherbergt heute die Wikingerschätze von Waterford, darunter die Waterford Kite Brosche und ein Schwert aus dem Grab eines Kriegers aus dem 9. Jahrhundert.

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Lismore Castle

Obwohl dieses Schloss angemietet werden kann, ist es nicht für Besucher geöffnet. Die Gärten sind jedoch für die Öffentlichkeit zugänglich. Sie sind in zwei unterschiedliche Bereiche aufgeteilt – 17. Jahrhundert und 19. Jahrhundert – und mit Skulpturen übersät.

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Von Waterford City nach Ardmore

Wir sind zurück an der frischen Luft und folgen dem Küstenverlauf bis zum Copper Coast Geopark, einem UNESCO Global Geopark. Die Küste bietet Wanderern eine Mischung aus Klippen und Sandstränden. Im 19. Jahrhundert wurde hier Kupfer abgebaut. Es dauerte mehr als 460 Millionen Jahre, bis diese Küste mit ihren Dolmen aus der Jungsteinzeit, den Festungen aus der Eisenzeit, den Steinen mit frühchristlichen Gravierungen und den wunderschönen Stränden und Buchten in ihrem heutigen Format fertig war.

The Copper Coast, Grafschaft Waterford

Lismore Castle in seiner neugotischen Pracht wurde im 19. Jahrhundert errichtet. Allerdings stand an dieser Stelle bereits seit 1185 eine Burg. Richard Boyle (ein berühmter Wissenschaftler aus dem 17. Jahrhundert), Fred Astaire und die Herzöge von Devonshire haben enge Verbindungen zu diesem Schloss. Obwohl der Zutritt zum Schloss selbst verboten ist (es sei denn, Sie möchten es mieten), können die Gärten erkundet werden.

Vom 19. Jahrhundert bis zu Irlands frühester christlicher Siedlung ist es eine schwindelerregende Reise, aber die Stadt Ardmore wird Ihrer Fantasie auf die Sprünge helfen. Der Heilige Declan lebte hier um die Zeit zwischen 350 und 450 n. Chr. und brachte den Menschen das Christentum lange vor der Ankunft des Heiligen Patrick nahe. Zu sehen gibt es ein Oratorium aus dem 8. Jahrhundert, eine Kathedrale mit Schnitzarbeiten aus dem 9. Jahrhundert und einen Rundturm. Nehmen Sie sich Zeit: Dies ist Ihre letzte Station für heute.

Tag 4

Von Ardmore, Grafschaft Waterford, nach Blarney Castle, Grafschaft Cork: 147 km (2 Stunden und 56 Minuten bei 50 km/h)

Von Ardmore nach Midleton

Cappoquin House – etwa 45 Autominuten von Ardmore entfernt – ist ein georgianisches Herrenhaus aus dem 18. Jahrhundert mit einem fantastischen Garten. Im Jahr 1920 brannte das Haus bis auf die Grundmauern nieder. Glücklicherweise teilten sich die Besitzer und der Staat die Kosten für den Wiederaufbau und so erstrahlt es heute wieder in altem Glanz.

Weiter geht es zu der befestigten Stadt Youghal, die während Wikingerüberfällen und verschiedensten Rangeleien im Laufe der Zeit ausreichend Blut gesehen hat. Der Heilige Declan gründete hier angeblich um 450 n. Chr. die Stiftskirche St. Mary. Sie wurde 750 n. Chr. umgebaut, 1220 erweitert und wird noch immer benutzt. Ebenfalls lohnend: Ein Abstecher nach Myrtle Grove, wo einst Sir Walter Raleigh wohnte und die ersten Kartoffeln in ganz Europa anbaute.

The Old Midleton Distillery, Grafschaft Cork

Auf halbem Weg zwischen Youghal und der Stadt Cork liegt Midleton – der perfekte Ort für eine kleine Erfrischung, nicht zuletzt, weil hier die Destillerien Paddy und Jameson Irish Whiskey zu Hause sind. Bei einer Führung durch die Jameson Experience in der Old Midleton Distillery können Sie das edle Tröpfchen selbst kosten.

Blarney Castle

Die bekannteste Attraktion von Blarney ist der berühmte Stein der Redegewandtheit. Niemand scheint die Geschichte des Steins mit Gewissheit zu kennen, aber vielleicht ist die Wahrheit auch gar nicht so wichtig. Es kursieren zahlreiche Mythen und schließlich ist Irland ja für seine fantastischen Märchengeschichten bekannt.

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Von Midleton nach Blarney Castle

Auf Ihrer Fahrt in Richtung Cork haben Sie einen fantastischen Ausblick auf den Hafen von Cork. Bevor Sie die Hauptstadt der gleichnamigen Grafschaft erkunden, legen Sie zunächst im malerischen Städtchen Cobh eine Pause ein.

So bezaubernd der Ort mit seinen farbenfrohen Häusern auch aussehen mag – Cobh hat in seiner Vergangenheit großes Leid erfahren. Für viele Menschen war diese Stadt die letzte Station in Irland, bevor Sie entweder in Strafkolonien gebracht wurden, oder über das Meer vor Hunger und Armut flohen. Die Stadt war außerdem der letzte Hafen, den die Titanic auf ihrer schicksalhaften Jungfernfahrt ansteuerte. In dem in einer ehemaligen Kirche untergebrachten kleinen Museum sind verschiedene Logbücher ausgestellt.

Cobh, Grafschaft Cork

Unser letzter Stopp, Blarney Castle, ist ein Traum von einem Schloss: beeindruckend, gruselig und mit unterirdischen Geheimgängen. Es wurde 1446 vom König von Munster in einem Eiben- und Eichenwald errichtet und uralte Bäume prägen auch heute noch die Gärten. Das 600 Jahre alte Schloss ist ein standesgemäßer Abschluss Ihrer Reise zurück zu den Anfängen der irischen Geschichte.

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